Mehr Selbstwertgefühl entwickeln? Wie geht das?

Shownotes

Selbstwertgefühl zu entwickeln kann ein langer Weg sein. Aus seiner persönlichen Erfahrung spricht Bernd über folgende Fragen und Anregungen: - Alte Muster erkennen: Wie frühere Verletzungen und die Erwartung von Ablehnung das eigene Erleben prägen können. - Erlebnisse reflektieren: Was ist passiert – und wie habe ich es gedeutet? Innehalten und Aufschreiben als Möglichkeiten der Selbstbeobachtung. - Den inneren Umgangston wahrnehmen: Selbstabwertung bemerken und hinterfragen. - Unterstützung annehmen: Welche Bedeutung wohlwollende Kontakte, Begleitung und bei starker Belastung professionelle Hilfe haben können. - Ins Handeln kommen: Neue Erfahrungen durch Bewegung, Kreativität, Natur oder Begegnungen mit Menschen und Tieren ermöglichen. - Kleine Erfolge würdigen: Fortschritte aufschreiben, Grenzen entwickeln und Rückschläge als Teil des Weges berücksichtigen. Die Folge ist ein persönlicher Einstieg in das Thema, keine Anleitung mit Erfolgsgarantie. Im Mittelpunkt steht die Ermutigung, sich Unterstützung zu suchen und auch kleine Schritte ernst zu nehmen.

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00:00:00: selbst abgesehen, Tanz und einen besseren Zugang zu mir selbst zu entwickeln.

00:00:05: Mehr Selbstwertgefühl – wie geht das?

00:00:09: Ich selbst war viele Jahre sehr belastet und hatte auch gefühlsmäßig einige Schwierigkeiten mit mir, sehr langen Minderwertigkeitskomplexe, auch aufgrund starker Belastungen aus der Kindheit.

00:00:24: Da durfte ich selbst erfahren, wie schwierig es ist hier ein besseres Verhältnis zu mir selbst aufzubauen und diesen Weg zu gehen.

00:00:34: Und das sieht sich ja dann durch alles die sozialen Erfahrungen mit anderen Menschen auch die Erwartung immer wieder abgelehnt zu werden nicht so viel wert zu sein Wie andere nicht dazu zu gehören Auch diese Angst nicht genug zu sein Da kommt schon einiges zusammen.

00:00:55: Lange Zeit war mir selbst gar nicht klar, dass ich so belastet bin.

00:01:00: Erst so allmählich ist das dann ins Bewusstsein gekommen zu erkennen, dass es da große Belastungen gibt.

00:01:08: Ein Faktor der sehr schwierig ist, das sind die sogenannten Rehinszenierungen.

00:01:13: Was heißt das?

00:01:14: In mir gibt es so einen Muster, das erwartet quasi schon, dass wieder was Schlechtes passiert dass mich jemand angreift oder ja schlecht behandelt.

00:01:25: Und das ist eben das Erfahrungsmuster, das verlangt danach immer wieder bestätigt zu werden.

00:01:31: und Reinszenierung bedeutet jetzt, dass ich mir immer wieder Menschen suche die mich abwerten, die schlecht mit mir umgehen damit dieses innere Muster widerbestätigt wird innere Muster zu erkennen, auch die Glaubenssätze, die daran geknüpft sind.

00:01:52: So Widersatz ich bin nichts wert oder im extremen Fall Ich Bin verabscheuungswürdig oder ja einfach... Ich Bin nur dreck sage ich mal einfach oder so Da Rauszukommen Zu einer Haltung in der ich mir innerlich sagen kann und fühle Ich bin ein liebenswerter Mensch.

00:02:20: Ich darf sein, ich darf mein Leben leben!

00:02:26: Ich darf mich entfalten und ich darf Dinge ausprobieren.

00:02:29: also bis ich da hinkomme muss ich zuerst einmal oder sollte diese Muster erkennen die in mir weiterarbeiten obwohl die Kindheit und vielleicht auch diese stark traumatische Erfahrung schon sehr lange her ist.

00:02:46: das sind praktisch innere Brocken kamme die laufen noch, obwohl das Ganze ja eigentlich schon vorbei ist.

00:02:53: Natürlich!

00:02:54: Das Programm wird bestätigt wenn ich wiederholt verletzende Erfahrungen mache.

00:03:00: Das sind wiederum diese erwähnten Reinszenierungen.

00:03:06: Wie komme ich da jetzt raus?

00:03:07: Also meine Erfahrung ist schon die dass ich das nicht alleine schaffe.

00:03:12: Ich brauche also Wenn es ganz schlecht ist professionelle Hilfe Psychotherapie Berater Unterstützung von außen, Begleitung.

00:03:23: Ich brauche vor allem auch vielleicht neue Sozialkontakte, neue Menschen die gut mit mir umgehen und es ist oft auch wichtig in einer Handlungsfähigkeit zu kommen.

00:03:34: das heißt Es geht nicht nur über Sprache also jetzt Psychogespräch sondern auch erleben dass ich mal raus gehe in den Wald Dass sich vielleicht Ja ein Hund mir mal ... wie kann man sagen, mit einem Hund ausgehe vom Tierheim oder so.

00:03:55: Oder dass ich anfange etwas zu malen, dass ich mich hinsetze und mir meine Gedanken aufschreibe.

00:04:04: Dass ich in eine Handlungsfähigkeit komme.

00:04:10: Das Gegenteil davon ist ja so eine resignierte Haltung.

00:04:13: Ich kann da gar nichts machen.

00:04:14: Und ich hab das auch irgendwie verdient, Mein Hamsterrad immer weiter und ja, es wird immer schlimmer.

00:04:24: Um mein Erleben zu reflektieren, brauche ich Phasen in denen ich innehalte also auf Pause-Taste gehe und dann mich selbst beobachte.

00:04:34: Diese Selbstbeobachtung ist sehr wichtig um festzustellen was war überhaupt.

00:04:39: gestern zum Beispiel beim Gespräch mit der Nachbarin da habe ich mich noch mal innerlich total aufgeregt Aber ich habe dann nichts gesagt, das so in mich reingefressen.

00:04:49: Ich hab mich auch von ihr angegriffen geführt.

00:04:51: und jetzt heute Morgen mit dem Kollegen da war es auch wieder schwierig.

00:04:54: Da ist mir beinahe der Kragen geplatzt aber ich habe wieder nix gesagt, jetzt mal als Beispiel um das einfach nicht nur so laufen zu lassen sondern sich dann hinzusetzen und zu überlegen was war da überhaupt?

00:05:10: In einer Psychotherapie passiert es natürlich auch.

00:05:12: Ich kann das aber auch selbst tun, ich kann das dann auch aufschreiben in ein Tagebuch oder wie ich das auch mache und dann beachte ich folgendes einmal was ist überhaupt passiert?

00:05:26: Und das zweite und da habe ich große Entwicklungsmöglichkeit ist.

00:05:30: Wie habe ich das gedeutet was da passiert ist?

00:05:35: weil die Deutung, also die Reaktion auf etwas was passiert ist das ist der Hebel an dem du ansetzen kannst.

00:05:43: Dass der Nachbar jetzt das und das gesagt hat gut das ist ja raus.

00:05:48: aber ob du dich dadurch sehr persönlich angegriffen fühlst, bedroht fühlste vielleicht sogar wie du die Sätze die er jetzt gesagt hat deutest wie betrohlich oder vielleicht auch unwichtig, oder vielleicht dass du auch so deutest.

00:06:04: Ja, der ist ja selber schon länger krank und das darf ich nicht alles so ernst nehmen.

00:06:08: Das hat nichts mit mir zu tun!

00:06:10: Die Art, wie du das erleben deutst, ist sehr wichtig.

00:06:14: Diese gesamte Entwicklung ist schon auch schwierig gerade wenn du früher über Jahre oder vielleicht sogar Jahrzehnte sehr schlechte Erfahrungen gemacht, das sehr gekränkt wurde.

00:06:29: Da kann natürlich die Veränderung nicht in drei Monaten passieren.

00:06:33: Das ist wiederum einige Jahre Arbeit, sag ich mal, daraus zu kommen.

00:06:39: Es geht aber... Ich persönlich durfte das erleben.

00:06:42: deshalb spreche jetzt darüber dass es geht!

00:06:46: Ich habe viel Hilfe von außen von anderen Menschen angenommen und ich hab auch viel ausprobiert Ja, bin mal dahin dort.

00:06:54: Ich habe neue andere Menschen kennengelernt und die Muster haben sich

00:06:58: verändert.".

00:07:01: Da gehört dann auch dazu rauszufinden was tut mir gut?

00:07:04: Und was schadet mir?

00:07:06: Solange in dir das Muster noch läuft ich bin nichts wert!

00:07:10: Ich bin wertlos und ich verdiene es auch geschlagen zu werden sag' ich mal.

00:07:16: Dann ziehst du diese Erfahrung immer wieder an.

00:07:19: da spricht man auch von Resonanz.

00:07:22: Wie verändert sich jetzt die Haltung in dir?

00:07:24: Wenn du dann anfängst zu sagen, nein!

00:07:28: Also diese Grenze.

00:07:30: Das lass ich nicht an mich ran oder... Ich lasse auch diese negative Erfahrung aus mir raus so als könnte es aus mir einen wortwörtlichen Sinn rausfließen.

00:07:42: Diese schlechte Energie sage ich mal, die ich damals in den traumatischen Erlebnissen aufgenommen habe.

00:07:51: Und dann bin ich auf dem Weg zu mir selbst, mich selbst zu finden quasi unter dem Müll der sich in mir angesammelt hat.

00:08:01: Unter dem Mülle liegt ein Mensch den ich so vielleicht noch nicht kenne und darum geht es ja auch mich, selbst zu werden, mir selbst näherzukommen weil in mir eine gewisse Quelle der Kraft liegt.

00:08:17: Das ist am Anfang noch ganz, ganz weit weg aber jeder kleine Schritt in die Richtung zählt.

00:08:25: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist diese Selbstwirksamkeit.

00:08:29: also was heißt das?

00:08:32: Dass ich selbst auch in die Handlung komme etwas tue.

00:08:36: Ich kann Sport machen, ich kann mal auf die Ernährung achten oder vielleicht immer mehr auf meine Ernährungen achten wie ich mit meinem Körper umgehe.

00:08:46: Ich kann natürlich beobachten was ich denke und was ich sage.

00:08:50: da kann auch Meditation hilfreich sein oder einfach sich hinsetzen und selber mal über sich nachdenken ohne allerdings in diese Spirale zu kommen des Krübelns ja das ist nicht gemeint sondern in einem angemessenen Weise über sich selbst nachdenken und zu reflektieren, wie habe ich wo reagiert?

00:09:12: Wie denke ich eigentlich über mich.

00:09:14: Das fängt schon damit an dass ich morgens aufstehe, steh vor dem Spiegel und wenn ich dann feststelle das ich da wieder so ein ganz schlecht über mich denke oder mich sogar innerlich beschimpfe dann ist das wichtig, dass zu beobachten.

00:09:30: Und zwar von einer höheren Ebene, von der Vogelperspektive aus zum Beispiel mit der Ebene die dann sagt ah guck mal jetzt beschimpfst du dich schon wieder selbst und dann vielleicht diese Ebene auch sagt jetzt lass das doch mal.

00:09:47: also diese Selbstbeobachtung von der höheren Ebene aus ist wichtig, damit ich überhaupt erkenne was läuft da ab und dann auch zuordnen kann indem ich dann sage ja das habe ich jetzt zwar so gesagt oder gedacht so schlecht über mich aber das bin nicht ich.

00:10:05: Das ist das negative was in mich hineingedrückt wurde dass es diese schlechte erfahrunglich gemacht hab als kind oder als teenie wie auch immer Und dann zu sagen, das gehört nicht zu mir.

00:10:20: Ich schmeiße es raus.

00:10:22: Irgendwann wurde es in mich hineingeworfen und ich schiebe das weg und sage innerlich zu meinen Nein!

00:10:29: So will ich nicht über mich denken.

00:10:31: Ich will positiv über mich denke.

00:10:35: gutes Lebensgefühl haben.

00:10:37: Also da merkt er schon, dass es auch was Kämpferich ist.

00:10:40: also diese Haltung und das Neue, das Gute kriege ich nicht per se geschenkt sondern ich muss es mir auch ein Stück weit erkämpfen.

00:10:52: dann ist es auch so solange dieses Gefühl noch stark da ist, dass ich mir nichts wert bin Dann ist es schwierig dieses Nichts zu verteidigen.

00:11:03: Also ich brauche schon so ein Basis Selbstwertgefühl, damit ich mich überhaupt wäre und Abgrenze und Nein sage.

00:11:11: Und bis ich das habe, brauche ich meistens schon Hilfe von außen also Menschen die mit denen ich eine neue Erfahrung mache, die gut zu mir sind oder dass sich auch spirituell einen Weg findet zu einem höheren guten Liebe liegt Gott, wie auch immer ich das nenne.

00:11:30: Eine Erfahrung... ...dass mich jemand annimmt oder einfach nur dass sich einen Menschen kennenlernen der mir zuhört.

00:11:37: Oder auch wie gesagt vielleicht eine positive Erfahrungen mache mit einem Tier also mit einem Hund.

00:11:44: oder ich gehe reiten und streichle die Ponys wie auch Immer.

00:11:49: Oder es geht so über das körperliche, intensiv Sport machen oder ich schaffe es mal in die Sauna zu gehen.

00:11:55: Zu einer Massage mich berühren zu lassen... ...oder ich reagiere stark auf Musik, dass da Gefühle rauskommen und ich mich wohl fühle oder auch mal weine also verschiedene Zugangsvornen bis dann so ein Basis selbst Wertgefühl entsteht und der das dann weiter wächst.

00:12:15: Also Wanksturm ist genau der richtige Ausdruck weil ist ja dann sein kann, dass in deiner Kindheit da nichts wachsen konnte.

00:12:25: Weil diese Pflanze nicht gegossen wurde, sondern im Gegenteil zertreten wurde.

00:12:31: hartes Bild.

00:12:31: Aber ich meine jetzt mal eher es braucht Nahrung, es braucht einen guten Boden Es braucht Wasser Licht zum Wachsen und dann kann Selbstwertgefühl wachsen.

00:12:42: Wenn ihr dann das Ganze als so ganz schwierig wie ein Riesenberg vor euch seht und denkt, das schaffe ich ja nie.

00:12:48: Das ist alles Mist.

00:12:51: Ja, dann ist es halt einfach wichtig zu sehen dass jeder kleine Schritt zählt.

00:12:56: hier in meinem YouTube Kanal habe ich auch so das Motto hol dir dein Leben zurück.

00:13:02: Darum geht's ja!

00:13:03: Und auch wenn das nur so kleine Erfahrungen sind, einfach ein schönes Gefühl draußen beim Spazier oder du bist irgendwo unterwegs und hast ja was kleines Leckeres zum Essen gegönnt.

00:13:17: Oder du hast ein schönes Telefonat mit jemandem, also es sind so kleine Schritte?

00:13:23: Du hast das geschafft etwas zu machen, was dir sonst schwerfällt wie zb einen Brief an eine Behörde zu beantworten, irgendwo anzurufen oder sowas sonst schwierig war.

00:13:37: jeder kleine Schritt zählt.

00:13:38: Und da kann ich dich auch nur ermutigen, dir deine Erfolge auch zu dokumentieren also aufzuschreiben und ja auch die kleinen Schritte zu würdigen.

00:13:50: Es gibt wahrscheinlich keinen großen Sprung.

00:13:53: es wird auch immer wieder Rückschläge geben weil solange da noch so Schmerz und diese negative Denkweise da ist.

00:14:04: Das zieht auch immer wieder in die andere Richtung und da bedeutet es auch immer aufstehen, nochmal einen neuen Anlauf nehmen neue Erfahrungen machen und wichtig ja dein Denken beobachten was du sagst wie du Muster deutest und viele weitere Aspekte.

00:14:24: das ist jetzt mal ein Einstieg in dieses Thema.

00:14:27: wenn dich das anspricht wünsche ich dir vor allem dass du diesen Weg gehen darf, das lohnt sich.

00:14:32: Ich selbst kann von mir nur sagen dass mein Umgang mit mir selbst heute ganz anders ist wie früher und dass ich dieser Weg gelohnt hat.

00:14:43: auch dir wünsche ich auf diesem Weg viel Erfolg.

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